NwT-Exkursionswoche vom 20.-27.03.2019

Rösterei des Ettli-Kaffees in Ettlingen
Am ersten Tag der Exkursionswoche haben wir die Rösterei des Ettli-Kaffees in Ettlingen besucht. Zuerst bekam jeder Jugendliche und die Begleitperson (Frau Gieringer) ein Freigetränk (Kaffee, Heiße Schokolade, Tee oder Wasser). Danach besichtigten wir das Lager des nicht aromatisierten Tees. Dieser wird getrennt vom aromatisierten Tee gelagert, da er sonst den Geruch des aromatisierten Tees annimmt. Daraufhin sind wir dem Duft nach zum Lager des aromatisierten Tees geführt worden. Dort durften wir verschiedene Gewürzmischungen und Tees schnuppern.  Anschließend wurde uns die Rösterei gezeigt, bei der wir unter anderem erfuhren, dass je schwärzer die Kaffeebohne geröstet wurde, desto weniger sauer sie ist. Dafür ist sie allerdings bitterer. Daher sind also Espressobohnen dunkler geröstet als normale Kaffeebohnen. Zum Schluss besichtigten wir die Packstation.

BASF
Am Donnerstag waren wir in der BASF (Badische Anilin und Soda Fabrik) in Ludwigshafen. Zuerst waren wir im Besucherzentrum, in welchem wir die vielfältigen Produkte der BASF kennenlernten, zum Beispiel den Minzgeschmack (Menthol), der auch in den meisten Zahnpastas steckt. Danach wurde uns etwas über die Geschichte der BASF erzählt. Nach ihrer Gründung stellten sie die ersten 15 Jahre ausschließlich Farbstoffe her. Die Fabriken wurden auf der badischen Rheinseite (Mannheim) abgelehnt, weshalb diese dann auf der anderen Seite des Rheines (Ludwigshafen) gebaut wurden. Im 2. Weltkrieg wurde ein sehr großer Teil der BASF zerstört, aber einige Zeit später wieder aufgebaut. Danach haben wir das etwa 12 Quadratkilometer große Fabrikgelände mit einem Bus besichtigt. Dort haben wir zum Beispiel auch erfahren, dass die neueste Fabrik circa 1 Milliarde € gekostet hat. Später sind wir dann wieder zum Besucherzentrum gefahren, wo wir nochmals einen kurzen Aufenthalt hatten.

Das Betriebsgelände NWT (9)
Freitags blieben wir an der Schule/ im Betriebsgelände: Das Betriebsgelände NWT (9) war zur genannten Zeit in verschiedene Gruppen unterteilt.
F. stampfte  Milch auf, während er sich mit den Butterteam-Kollegen S. und T. in Mensch-ärgere-Dich-nicht duellierte. M. und C. waren an der Produktion von Kräuterquark beschäftigt. N. erwarb ein Diplom im Ananasschneiden und J. war im Fortgeschrittenenkurs für professionelles Bananenschneiden eingeschrieben. Wenig später ging ein weiteres Projekt an den Start. Der Protagonist war sich allerdings nicht ganz sicher, was er da tat (er kochte Milch). Wir erfuhren später, das sei das konventionelle DIN-genormte Vorgehen für die professionelle Produktion von hochwertigem indischem Frischkäse (Paneer). Der Erfolg zeigte sich wenig später, man konnte fast sagen: "Boah, des flockt aber richtig gut."
T. und F. hatten derweil den Kampf gegen das zickige Gemüse aufgenommen. Der Cellulose-Panzer des Selleries war T.s größtes Problem.
T.s und F.s  Aufgabenbereich als Mensch-ärgere-Dich-nicht Experten wurde von L. und F. übernommen. Derweil kochte J.s Milch über. Unter den Mitarbeitern M. und J. lief nebenbei ein Gespräch über Fallout 4.
F. konnte einen Sieg in Mensch-ärgere-Dich-nicht verzeichnen, während ein Kampf zwischen den verbleibenden Rivalen L. und S. ausbrach, aus dem nach knapp 100-mal der zwei L. als Siegerin mit einer eins hervorging (kommt ins Häuschen). Nach vielen Arbeitsstunden langweilte sich das Butter-Stampf-Team, dessen Projekt sich ohne Frühstück hinzog. Das Gemüse ertrug fortwährende Gespräche und kapitulierte nach gegebener Zeit. Das Obstsalat-Megaprojekt näherte sich dem Ende, alle Mitarbeiter der N&L GmbH waren mit ihrer Leistung zufrieden und sie leiteten Operation Mischen und Wenden ein. Zudem wurde der Zusatzstoff O-S.A.F.T. zur Aroma-Verstärkung hinzugegeben. F. machte unglaubliche Erfolge im Bereich Buttistik und ging in die Massenproduktion über. Es kam zudem ein schweres Leck in der Uno-Extreme-Abteilung ans Licht und wurde behoben. Nun waren alle Produktionsanlagen fertig. Allerdings fehlte zum Verzehrbeginn Werkzeug der Geschirr-Klasse und musste ausgeliehen werden. Nach der Testung wurde der Betriebsbereich "Käse 1" wegen Fehlen des Salzzusatzes in der Produktion vorrübergehend stillgelegt. Zudem wurde der Joghurtbereich als ebenfalls unzureichend komplett abgestoßen. Ansonsten lief die Produktion in allen Belangen gut und es gab im weiteren Verlauf des Tages fast nichts mehr zu erwähnen (außer einer säubernden Wasserschlacht).

Georg Rieger GmbH in Bad Rotenfels
Montags waren wir in Bad Rotenfels bei der Georg Rieger GmbH eingeladen. Als wir in der Firma angekommen waren, bekamen wir erst eine Gebäudeführung durch die Werkstatt, den Bereich der Holzverarbeitung und einen Teil des Büros. Nach der Führung fingen wir an, eigenständig ein Programm zu schreiben, mit dem später in einen Aluminiumblock mehrere Löcher durch eine CNC-Fräsmaschine gebohrt werden sollten. Aus dem Aluminiumblock sollte später mal ein Solitärspiel werden, das jeder mit nach Hause nehmen konnte. Als wir das Programm fertig geschrieben hatten, gingen wir in die Werkstatt zur Fräsmaschine und tippten dort, das von uns erstellte Programm ein. Dann durften wir zuschauen, wie die Fräsmaschine, durch nur noch einen weiteren Knopfdruck, die Löcher in den Aluminiumblock bohrte. Zum Schluss bekamen alle ein schon vorgefertigtes Solitärspiel, das lackiert war. Mit diesem sind wir dann hoch in den Bereich der Holz- und Metalllaser gegangen und dort durfte jeder noch seinen eigenen Namen auf sein eigenes Spiel lasern.

Mercedes Benz-Werke in Rastatt
Am vorletzten Tag unserer Projektwoche besichtigten wir die Mercedes Benz-Werke in Rastatt. Es war sehr beeindruckend, allerdings auch ein wenig ungewohnt, die riesigen Produktionshallen mit hunderten von arbeitenden Robotern zu sehen. Wir erfuhren, dass in besagtem Werk nur die A-,B-, sowie die GLA- Klassen von Mercedes gebaut werden. Auf unserer Führung erhielten wir sowohl Einblicke in den Karosserie-Bau, sowie in den Bau der Armaturen, konnten einen Eindruck davon gewinnen, was Bandarbeit heißt (nämlich 80 Sekunden Zeit pro Wagen!!), und wurden zudem noch Zeuge zahlreicher „blinder Hochzeiten“.
Insgesamt war somit auch dieser Ausflug, trotz Rutschverbot auf dem Kleinkinder-Spielplatz, sehr schön und bereichernd.

Technoseum in Mannheim
Am Mittwoch den 27. März haben wir einen Ausflug nach Mannheim in das Technoseum unternommen. Dort haben wir viele Funktionsweisen und Entwicklungsfortschritte verschiedenster Maschinen aus unterschiedlichsten Zeiträumen betrachten können. Vor allem in den oberen Stockwerken, aber auch in den unteren, konnte man unterschiedliche technische Abläufe selbst nachstellen und ausprobieren. Nachmittags wurde uns ein Programm vorgestellt, mit dem man graphisch programmieren konnte.


NwT-Klasse 9 a/b