Drei Tage Paris...

...zwei wunde Füße pro Person, aber auch ein Erlebnis

Freitag, 4. April 2008, Mittagszeit. Nach einigen Stunden Fahrt entstiegen wir – Schülerinnen und Schüler aus dem Kunstkurs der Klasse 12 – dem TGV und setzten einen ersten Fuß auf Pariser Terrain.

Das erste, was wir taten, war nicht, wie man als Tourist vermuten könnte, eine erste „Entdeckungsreise” durch Paris ausgehend vom Bahnhof, denn Frau Bezler hatte gleich Größeres mit uns vor. Da wir abzüglich der An- und Abreisedauer nur etwa 2 Tage in Paris hatten, begaben wir uns sofort auf den Weg zu unserer Unterkunft. Und so bestiegen wir das erste Mal unser Hauptfortbewegungsmittel der drei Tage – die Pariser Métro.

Metro Notre Dame

Die Pariser Metro unterscheidet sich kaum von anderen U-Bahnen – bis auf ein kleines Detail bei der Schließungsweise der Türen. Denn in Paris schließen U-Bahn-Türen sich mit einer Wucht, bei der man die Tür rein theoretisch auch als Gemüsehäckselmaschine verwenden könnte.

Louise Bourgeois

Dementsprechend waren wir alle leicht traumatisiert, nachdem wir aus der Métro wieder ausgestiegen waren, und hetzten von da an beim Einsteigen immer besonders, „damit keiner einen Arm oder ein Bein verliert”. Folglicher 1. Eindruck von Paris: La porte de la mort.

Im Hotel hieß es nur kurz Gepäck abstellen, dann ging es weiter zu Notre Dame und wir machten dort außer Fotos auch eine Besichtigung des Kircheninneren.

Danach, beim Durchqueren von Paris, erhaschten wir in dem an den Louvre angeschlossenen Garten einige Blicke auf Kunstwerke von Louise Bourgeois, der Künstlerin, wegen der wir nach Paris gekommen waren.

Und dann ging es auch ins Centre Pompidou, wo im Moment eine Ausstellung von Bourgeois' Werken stattfindet, und wo Mitglieder unserer Gruppe wegen des Fotoverbots einige Male mit Museumsangestellten in Uneinigkeit gerieten.

Doch am Ende kamen alle unbeschadet wieder aus dem Museum und nach einer Rückkehr ins Hotel zum Check-in und Abendessen fuhren wir zum Eiffelturm, um ihn nachtbeleuchtet in seiner vollen Pracht zu besteigen und zu fotografieren.

Eiffelturm bei Nacht Arc de Triomphe du Carrousel Gehry

Samstag, 5. April 2008. Morgens halb 10 in Frankreich ging es aus dem Hotel zum Louvre, wo wir allerlei Kunstwerke bestaunten. Es muss allerdings angemerkt werden, dass der Louvre äußerst verwinkelt ist und zwei Mitglieder unserer Gruppe kurzzeitig verloren gingen. Daher ist es nie falsch, im Louvre sein Mobiltelefon und/oder einen Museumsplan zur Hand zu haben.

Louvre

Nach ausgiebiger Besichtigung und haufenweise Fotos entließ uns Frau Bezler zum Mittagessen und Shopping, worüber sich besonders der weibliche Teil der Reisegruppe freute.

In kleinere Grüppchen aufgeteilt verbrachten so alle ihre Nachmittage individuell und abends versammelte man sich zum Essen und anschließenden „Was-Trinken-gehen”, wobei wir auf dem Weg noch Fotos vom Arc de Triomphe machten und einen Abstecher ins Hard Rock Café Paris machten. Nach einer Weile in einer Bar, die aber bedingt durch französische Preisverhältnisse nicht allzu billig war, kehrten dann auch fast alle zum Hotel zurück (bis auf die hartgesottenen Jungs, die den Abend wohl voll ausgekostet haben).

La Défense

So war am Sonntag, 6. April 2008, auch ziemlich der ganze Kurs etwas gerädert, was aber nicht nur am leichten Alkoholkonsum des vorigen Abends, sondern wohl auch an dem Marathon, den wir durch Paris gelaufen sind, und dem das nicht voll ausgleichenden Schlafpensum gelegen haben wird. Wir besichtigten einige moderne Gebäude zum Studium von deren Konstruktion und nach dem Mittagessen ein ganzes Viertel modernster architektonischer Meisterwerke, darunter die Grande Arche, eine von Paris' Sehenswürdigkeiten.

Und dann traten wir auch schon wieder die Heimreise an. Alles in allem waren die drei Tage sehr hektisch, zumal wir einen sehr straffen Zeitplan hatten, aber um der Eindrücke willen hat es sich, und da kann ich, glaube ich, für alle sprechen, doch gelohnt.

 Jessica Müller