Von seltsamen Erscheinungen und rätselhaften Szenerien
Führung der Talking Heads in der Kunsthalle Baden-Baden
Zum letzten Mal in diesem Schuljahr führten Schüler*innen aus den Klassen 5a und 6b am 10.05.2026 durch die Räume der Kunsthalle Baden-Baden, anlässlich der Wechselausstellung „Katharina Wulff – Arabesken in Arabesken“. Kompetent zeigten sie, wie man auf verständliche Weise moderne Kunst greifbar machen kann:
Wulffs Werk ist von Vielschichtigkeit im Erscheinungsbild und der Bedeutung geprägt; die jungen Kunstexpert*innen zeigten dabei auf, wie gehaltvoll der Anspruch der Künstlerin ist, Gesehenes mit Erspürtem aus ihrer Wahlheimat Marokko zu vereinen und auf der Leinwand mit oft großformatigen Leinwänden wieder zu sezieren. Der Plan der Talking Heads, diese oft surreal wirkende Komplexität zu dechiffrieren und für den Besucher zugänglich zu machen, ging vollends auf: Erstaunt ließen sich die Museumsgänger*innen von Charakteristika des Werks der in Berlin geborenen Künstlerin berichten. Besonderheiten der Malweise wurden dargelegt, auf versteckte Details in den manchmal kleinteilig arrangierten Motiven aufmerksam gemacht und verdeutlicht, was handwerklich benötigt wird, um eine Idee auf der Leinwand zu manifestieren.
Die Ölgemälde zogen also in ihren Bann, während die Talking Heads ihre Lieblingskunstwerke vorstellten. Wochenlang hatten sie sich auf diesen Moment vorbereitet, sich jeden Freitagnachmittag getroffen, beraten, erarbeitet, verworfen, erneuert und schließlich in eine verbale Form gegossen, die über Wichtiges aufklärt, aber auch nicht zu viel verrät. Letztlich bleibt in der Rezeption der „Arabesken“ etwas subjektiv Gefragtes zurück, das man nur für sich selbst beantworten kann. Die Talking Heads offerierten Denkanstöße und Hinweise, woben eigene Vorstellung mit ein, sodass ein unterhaltsamer und lehrreicher Teppich an Informationen und Assoziationen entstand.
Schließlich genossen die Schüler*innen ihren absolut verdienten Applaus und nahmen ihre Urkunden für das absolvierte Jahr in der Kunst-AG entgegen.
Wir freuen uns schon auf die nächste Ausstellung „Bloom up! Die Sprache der Blumen“, welche ab dem 13.06.2026 in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden zu sehen sein wird und auf die nächste Ausstellungsführung, die es bald schon vorzubereiten gilt.
Christoph Heimbach


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Die Talking Heads sind „am selben Ort“ zu einer „anderen Zeit“
Führung in der Kunsthalle Baden-Baden, 11.01.2026
Was geschieht, wenn nicht die Kinder die Kunstwerke präsentieren, sondern sich die Kunstwerke selbst vorstellen? Begleitet von diesem Gedankenspiel haben sich die kleinen Kunsttheoretiker in diesem ersten Halbjahr während der Vorbereitung Gedanken gemacht, was ein Kunstwerk „erleben“ könnte, wenn es in einem Museum, der Kunsthalle Baden-Baden hängt oder steht.
Anlässlich der Jubiläumsausstellung des Künstlerbundes Baden-Württemberg „Selber Ort, andere Zeit“ stellten sich somit die Talking Heads als ihre eigenen Lieblingskunstwerke in einer Führung vor und berichteten von allerhand Witzigem, Kuriosem und Informativem. Die facettenreiche Ausstellung, bestehend aus Arbeiten von insgesamt 21 Künstlerinnen und Künstlern, wurde somit zum Leben erweckt und auf unterhaltsamer Ebene greifbar gemacht. Positiv amüsiert und freudig gestimmt beobachteten die Besucher die Darbietung der kleinen Kunstexperten und nahmen sicherlich den ein oder anderen unkonventionellen Gedanken über das, was und wie Kunst sein kann, mit.
Unter großem Beifall und mit einer kleinen Belohnung in der Hand verabschiedeten sich die jungen Menschen von ihren Zuschauern und -hörern und freuen sich schon auf die nächste Ausstellung, die es bald zu erkunden gilt: „Katharina Wulff“ (13.02.-10.05.)
Christoph Heimbach


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Mit einem lachenden und einem weinenden Auge führten die Talking Heads am Sonntagmorgen, den 18.05. durch die neueste Ausstellung der Berliner Künstlergruppe Slavs and tatars. Diese wurde ergänzt durch Werke von Marcel Broodthaers und Cevdet Erek. Der „Simurgh“, ein in unterschiedlichen Regionen und Kulturkreisen bekanntes Vogelwesen, führte als roter Faden durch die Ausstellung und zeigte auf, welche Verbindungen zwischen Religionen, Kunstrichtungen und Gesellschaften, trotz aller Unterschiede, bestehen, da der „König der Vögel“ in vielen mündlich überlieferten Geschichten, Schriften und Illustrationen überall im Nahen Osten und Asien anzutreffen ist. Diese, auch politisch relevante, Bedeutung arbeiteten die Talking Heads anschaulich mit eigenen Gedanken und Worten heraus.
Wie gewohnt präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5-7 ihre Lieblingskunstwerke und waren sichtbar stolz darauf, die Erkenntnisse der letzten Wochen intensiver Vorbereitung Eltern, Freunden und Bekannten zu präsentieren. Freude und Wehmut waren deshalb miteinander vereint, weil es sich um die letzte Führung in diesem Schuljahr handelte, gleichzeitig konnte jeder für sich sagen, dass der eigene Auftritt und die Leistung der AG-Teilnehmer*innen absolut gelungen waren. Unter großem Applaus verabschiedeten sich die Jugendlichen von den Besuchern. Schon jetzt freuen sich alle darauf, weiter Kunst zu entdecken und im neuen Jahr eine weitere Kunstführung vorzubereiten.
Christoph Heimbach


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„Durch das Wasser gab es keine Papierverschwendung“
Sechstklässler des Gymnasiums Hohenbaden treffen auf den Künstler Sarkis in der Kunsthalle Baden-Baden
Am 23.10.2023 besuchte die Klasse 6 des Gymnasiums Hohenbaden die Kunsthalle Baden-Baden zu einer Begegnung mit dem Künstler Sarkis Zabunyan und seiner Installation „Aquarelle im Wasser“. Der armenischstämmige Künstler, der 1938 in Istanbul geboren wurde und heute in einem Vorort von Paris lebt, stand den Schülern mit Rat und Tat zur Seite. Weder die begleitenden Lehrer noch die Schüler hatten eine Vorstellung davon, was sie in der Kunsthalle erwarten würde. Umso größer war die Überraschung, als klar wurde, dass die Schüler selbst eingeladen waren, Kunst zu schaffen. Auf einer langen Holztafel, über der eine Wasserrinne plätscherte, fanden sie mit Wasser gefüllte Schalen, jeweils einen Pinsel und drei Farbtöpfe. Ohne die Wasseroberfläche zu bewegen, sollten sie die Farben mit dem Pinsel in das klare Wasser geben und so ein „Aquarell im Wasser“ gestalten. Die Ergebnisse und vor allem das „Malen im Wasser“ selbst machten den jungen Künstlern sichtlich Spaß, ebenso wie dem Schöpfer der Kreation: Sarkis.
O-Töne der Schülerinnen und Schüler:
Marc: „Ich fand es gut, dass wir dem Künstler persönlich begegnet sind.“
Nick: „Ich fand es nicht so schön, dass es verlaufen ist.“
Kimberley: „Selbst malen war toll.“
Samuel: „Den Künstler selbst zu treffen mit ihm zu reden und zu arbeiten war schön.“
Vincent: „Wir haben uns abgewechselt. Mehrere Bilder malen war schön.“
Enric: „Man konnte ein Bild mit Sarkis gestalten.“
Marcel: „Es gab auch gruselige Bilder, die ausgestellt waren.“
Benjamin: „Durch das Wasser gab es keine Papierverschwendung.“
Marla: „Es war für Kinder, damit sie Spaß an Kunst bekommen.“
Lucas: „Holztisch und Brunnen war eine einladende Gestaltung des Raumes.“
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