Am 7. Juli 2026 unternahmen die Lateinschülerinnen und Lateinschüler der Klassen 6 und 7 eine Exkursion in die römische Stadt Augusta Raurica bei Basel. Mit dem Reisebus ging es in eine der besterhaltenen Römerstädte nördlich der Alpen, wo die antike Welt auf eindrucksvolle Weise lebendig wurde.
Nach der Ankunft stand zunächst ein Workshop zum römischen Brotbacken auf dem Programm. Die Schülerinnen und Schüler lernten, welche Getreidesorten die Römer verwendeten, wie das Korn mit Handmühlen gemahlen wurde und welche Bedeutung Brot als Grundnahrungsmittel im Alltag des Imperium Romanum hatte. Anschließend konnten sie den selbst zubereiteten Teig zu kleinen Broten formen und diese nach antikem Vorbild backen.
Im Anschluss erkundeten die Gruppen die rekonstruierte römische Villa, die einen anschaulichen Einblick in das Leben einer wohlhabenden Familie bot. Dabei wurden verschiedene Räume besichtigt, darunter die culina (Küche), das triclinium (Speisezimmer mit den typischen drei Liegen), die balnea (Badeanlage) sowie mehrere tabernae, in denen Handwerker und Händler ihre Waren anboten. Die Führung verdeutlichte eindrucksvoll, wie komfortabel das Leben in einer römischen Stadt bereits vor fast 2.000 Jahren organisiert war.
Bei einem Rundgang durch das weitläufige archäologische Gelände entdeckten die Schülerinnen und Schüler weitere bedeutende Bauwerke der antiken Stadt. Dazu gehörten das imposante Theater, die repräsentative Brunnenanlage, die Kurie als Versammlungsort der Stadtverwaltung sowie das monumentale Amphitheater, in dem einst Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen stattfanden. Die gut erhaltenen Ruinen vermittelten einen lebendigen Eindruck von der Größe und Bedeutung Augusta Rauricas als regionales Verwaltungs-, Handels- und Kulturzentrum der römischen Provinz Germania Superior.
Die Exkursion bot den Lateinklassen die Gelegenheit, zahlreiche Inhalte des Unterrichts unmittelbar vor Ort zu erleben. Sprache, Geschichte und Archäologie verbanden sich zu einem eindrucksvollen Lernerlebnis, das den Alltag der Römer auf anschauliche Weise greifbar machte und den Schülerinnen und Schülern sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.