Schülerinnen und Schüler stellen Fragen an die in Baden-Baden geborene Holocaustüberlebende Fanny Ben-Ami

Fanny Ben-Ami, geboren 1930 in Baden-Baden, kam anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus extra aus Israel angereist, um Schülerinnen und Schüler verschiedener Baden-Badener Schulen ihre beeindruckende Lebensgeschichte zu erzählen. Auch die beiden zehnten Klassen sowie Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse des Gymnasiums Hohenbaden waren im Kurhaus.

Bereits 1933 flüchtete die Familie nach Frankreich, wo sie nach der deutschen Besatzung mit ihren beiden jüngeren Schwestern Erika und Georgette in einem Kinderheim untergebracht wurde. In Frankreich arbeitete Fanny für die Résistance und konnte über 150 Partisanen das Leben retten, indem sie vor dem Verrat durch den örtlichen Bäcker warnte. Als es in Frankreich nicht mehr sicher war, flohen mehrere Kinder mit Hilfe der OSE (Œuvre de secours aux enfants) unter Fannys Führung in die Schweiz. Ein Schuss streifte im Niemandsland ihr Ohr, als sie noch einmal um- kehrte, um auch die hinter der Grenze zurückgebliebene dreijährige Rachel in Sicherheit zu bringen. Nach dem Krieg wanderte Fanny nach Israel aus. Ihre Erfahrungen hat die Autorin und Künstlerin in Bildern niedergemalt.

Diese Bilder strukturierten und veranschaulichten auch das im vollen Kursaal geführte Zeitzeugengespräch. Am Ende durften unter anderem drei Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Hohenbaden auf die Bühne kommen und Fragen an Fanny Ben-Ami stellen. Der Zehntklässler Cedrik Dohm erkundigte sich, wie Fanny Ben-Ami vom Tod ihrer Eltern erfahren habe – 1947 durch das Rote Kreuz. Wie sie später mit ihrem Schicksal umgegangen sei, fragte der Abiturient Fabian Engl und Liv Bielefeldt aus der 10b wollte wissen, was wir heute tun können, um das Geschehene nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Fanny Ben-Ami gab daraufhin den Baden-Badener Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg, einander zu helfen, sich gegenseitig zu respektieren und immer zusammenzuhalten.

Text: Silja Minet-Lasch

Fotos: Jan-Olaf Kaiser

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