
Zum dritten Mal fand am 2. Februar 2026 am Gymnasium Hohenbaden eine regionale Jugendkonferenz statt, dieses Jahr organisiert und durchgeführt von der Klasse 10a mit Unterstützung von Herrn Kaiser. Ziel der Veranstaltung war es, Jugendlichen aus verschiedenen Schulen eine Plattform für Austausch, Diskussion und Mitgestaltung zu geben. Unserer Einladung sind 96 Schülerinnen und Schüler unserer Schule und von Markgraf-Ludwig-Gymnasium, Richard-Wagner-Gymnasium, Klosterschule vom Heiligen Grab, Pädagogium, Louis-Le-Poix-Schule, Robert-Schuman-Schule und den Realschulen Baden-Baden und Gaggenau gefolgt, darunter auch zahlreiche Schülersprecherinnen und Schülersprecher.
Nach einer kurzen Einführung begann das sogenannte „Speed-Café“. An insgesamt elf Thementischen diskutierten die Jugendlichen jeweils zehn Minuten lang, zu Themen wie u.a. mentale Gesundheit, Sicherheit und Frieden, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Schule und Bildung, Jugendliche im Ehrenamt, Politik sowie Kunst und Kultur. Trotz des engen Zeitraums gingen die Ideen nicht aus, viele Teilnehmende beteiligten sich engagiert, brachten eigene Erfahrungen sowie unterschiedliche Perspektiven ein und entwickelten gemeinsam Forderungen.
Im anschließenden „Deep-Cafe“ konnten sich die Schülerinnen und Schüler intensiver mit einer Idee auseinandersetzen. In Gruppen wurden konkrete Vorschläge, Lösungsansätze und Gedanken ausgearbeitet, die am Ende der Konferenz im Plenum vorgestellt und digital bewertet wurden. Besonders deutlich wurde dabei, wie ernsthaft und differenziert sich die junge Generation mit gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzt. So wurde neben der Forderung nach mehr Veranstaltungen zur Demokratiebildung, mehr Praktika, besserer Ausstattung und Fortbildung im digitalen Bereich, auch ein Kulturticket im Stil des Deutschlandtickets und die Implementierung von Selbstverteidigungskursen in den Sportunterricht uvm. vorgestellt.
Die Forderungen aller regionalen 150 Jugendkonferenzen in Baden-Württemberg aus diesem Schuljahr werden weitergeleitet und im Juli auf der Landesjugendkonferenz auch mit Verantwortlichen des Kultus- und Sozialministeriums diskutiert.
Unterstützt wurden die Diskussionen durch eingeladene Experten und Expertinnen aus verschiedenen Bereichen. Yvonne Nautascher von der Stadt Baden-Baden, zuständig für das Jugendforum, die Sozialarbeit und Jugendhäuser, brachte ihre Erfahrungen aus der kommunalen Jugendarbeit mit ein. Frau Karwath von der Agentur für Arbeit informierte über Möglichkeiten der Berufs- und Studienorientierung. Fabio Fasulo, Jugendoffizier der Bundeswehr, beteiligte sich insbesondere am Tisch Sicherheit und Frieden, zusammen mit Kampfsport- und Selbstverteidigungstrainer Herrn Günter Heini. Ergänzt würde die Expertenrunde von Herrn Bernd Korzineck aus der IT-Abteilung von SWR beziehungsweise ARD Online, die intensiven Diskussionen zum Umgang mit KI in Schule und Gesellschaft mit seinem Fachwissen unterstützen konnte.
Die Teilnehmenden zeigten sich begeistert von der Konferenz und der Möglichkeit zum Austausch. Eine Schülerin des Robert-Schuman-Gymnasiums beschrieb die Erfahrung als „äußerst spannend und inspirierend. Der Austausch mit anderen über wichtige Themen hat mich sehr interessiert und zum Nachdenken angeregt. Besonders schön war, wie offen und engagiert die Gespräche waren – es hat mir wirklich viel Freude gemacht.“
Auch Schülerinnen der Realschule Baden-Baden lobten die Veranstaltung: „Die Jugendkonferenz hat mir gefallen. Besonders positiv fand ich die offene Atmosphäre und dass unsere Meinungen ernst genommen wurden. Die Programmpunkte waren abwechslungsreich und gut organisiert. Insgesamt war es eine gelungene und inspirierende Veranstaltung.“
Von der Louis-de-Poix-Schule hieß es: „Es war sehr toll. Die Planung hat mir sehr gefallen, und das Personal – das heißt, die Schüler – war sehr nett und positiv drauf. Besonders gefallen hat mir das Ende, wo wir unsere Meinungen zu den Präsentationen abgeben konnten.“
Weitere Stimmen unterstrichen den Wert des Austauschs: Eine Schülerin des Pädagogiums meinte: „Die Jugendkonferenz hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und mir gezeigt, wie bereichernd gemeinsamer Austausch und neue Begegnungen sein können.“
„Ich fand die Jugendkonferenz wirklich toll und bin sehr froh, dass ich teilgenommen habe. Besonders gut fand ich, dass Expertinnen und Experten vor Ort waren, denen man direkt Fragen stellen konnte“, sagte ein Schüler des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums.
Unsere Jugendkonferenz macht deutlich, wie groß das Interesse und das Engagement junger Menschen ist. Ideen wurden gesammelt, Meinungen ausgetauscht, neue Perspektiven kennengelernt und neue Arbeitsgruppen gebildet, die jetzt versuchen einzelne Forderungen weiter umzusetzen. Doch Diskussionen allein reichen nicht aus. Wenn sich wirklich etwas verändern soll, braucht es Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und ihre Vorschläge auch weiterzuverfolgen. Die Konferenz kann dabei nur ein erster Schritt gewesen sein, die eigentlich Veränderung beginnt danach. Denn wenn junge Menschen ihre Zukunft mitgestalten wollen, stellt sich am Ende die entscheidende Frage: Wer, wenn nicht wir und wann, wenn nicht jetzt?
Aksinya G., Viktoria D.


