Studienfahrt nach Griechenland - 2025
Eine lehrreiche und begeisternde Studienfahrt des Gymnasiums Hohenbaden nach Griechenland
Nach einer langen Anreise mit Bus und Fähre legten wir unseren ersten Halt der Studienfahrt in Dodona, dem ältesten Orakel Griechenlands, ein. Dieses bedeutende, antike Heiligtum ist eng mit dem Zeuskult verwoben, woraus sich später unerklärliche Riten der Priesterschaft entwickelten. So wurden aus der dortigen Zeuseiche mithilfe des Blätterrauschens durch den Wind Weissagungen getroffen. Eine weitere Methode war das Beobachten und Deuten von Bewegungen der dortigen Tauben oder das Lesen der Vogelstimmen, welche aus dem Baum hervordrangen. Typischerweise wurde eine Siedlung um diese Stätte erbaut, die zu Teilen bis heute erhalten ist. Das Bouleuterion, also das Versammlungsgebäude welches bei Ratssitzungen oder auch für Kunstredner genutzt wurde, sowie das Prytaneion, das als Sitz der Priesterschaft diente. Das beeindruckendste Bauwerk stammt aus der Zeit des 3. Jh. v. Chr. und wurde von König Pyrrhos, der den Begriff Pyrrhussieg maßgeblich geprägt hat, für die alle vier Jahre stattfindenden Festspiele der Naia errichtet. Dieses ehemals 17.000 Leute umfassende Theater hatte eine atemberaubende Akustik und bot einen tollen ersten Eindruck von dem, was uns noch bevorsteht.
Am nächsten Morgen machten wir uns zu den mythischen Klöstern von Meteora auf. Einem kurzen, aber strapazenreichen Marsch folgte eine entschädigende Reihe an Vorträgen über die Klöster. Erste Aufzeichnungen zu dem Weltkulturerbe stammen aus dem 13. Jh. und liefern Aufschluss über die Erbauung dieser sinngemäß genannten “schwebende” Klöster: Mithilfe einer Winde und einem Seil an dessen Ende ein Netz befestigt war, konnten die benötigten Materialien und Menschen in schwindelerregende Höhen gezogen oder daraus abgelassen werden. Die auf riesigen Sandsteinfelsen ragenden Gotteshäuser beherbergen etliche Fresken und Wandmalereien über berühmte Märtyrer. Die in Askese lebenden Mönche sind strenge Vertreter des orthodoxen Glaubens und verfolgen einen festen Tagesablauf. Nach dem Anschauen von einigen Klöstern stand der nächste Tagesprogramm- Punkt an. Die makedonischen Königsgräber in Vergina. Die heutige Stadt ist vermutlich der Nachfolger der Stadt Aigai, die bis 410 v.Chr. Hauptstadt des makedonischen Reiches war. Dies hatte zur Folge, dass dort eine beeindruckende Vielzahl an antiken Hügelgr.bern zu finden ist. Ein Höhepunkt der Reise war das Königsgrab von Philipp II., dem Vater von Alexander dem Großen. Diese Vermutung lässt sich aus dem Fund von Gebeinen, die in einer goldenen Larnax in der Hauptkammer gefunden wurden, schlussfolgern. Nicht minder eindrucksvoll waren die damit einhergehenden, prunkvollen Grabbeigaben. Diese erstreckten sich von filigranen Elfenbeinstatuen hin bis zu goldenen, ornamentreichen Kronen. Beeindruckt machten wir uns auf den Weg, um noch am Abend in der zweiten Hauptstadt Griechenlands: Thessaloniki einzutreffen.
Cedrik Dohm
Am nächsten Morgen führte uns ein Stadtrundgang durch Thessaloniki zu den Überresten eines römischen Forums, das uns mit seiner großflächigen Platzanlage und den unterirdischen Hallen, die einst als Marktraum dienten, beeindruckte. Thessaloniki zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe, nicht zuletzt wegen der Vielzahl und Vielfalt der byzantinischen Kirchen der Stadt. Und so schauten wir uns im Anschluss einige der Sakralbauten an. Ein besonderer Eindruck hinterließ die Agia Sopfia, einer der bedeutendsten byzantinischen Kirchen Thessalonikis. Sie wurde im 8 Jhd. auf den Resten einer frühchristlichen Basilika errichtet und folgt dem Typus der Kreuzkuppelkirche mit quadratischem Grundriss, einer hohen Mittelapsis und zwei kleineren Nebenapsiden. Besonders hervorzuheben ist hier ein Mosaik des 9. Jhd., das in der Kuppel die Himmelfahrt Christi kunstvoll darstellt und so eines der edelsten Beispiele byzantinischer Mosaikkunst in der makedonischen Renaissance darstellt. Während unseres Aufenthalts in der Kirche wurde ein Gottesdienst abgehalten und so haben wir einen spannenden Einblick in das Leben orthodoxer Christen der Neuzeit erlangen können. Am nächsten Tag führte uns die Reise nach Dion. Die Ruinenstadt liegt direkt am Fuß des Götterberg Olymp und war in der Antike das Hauptheiligtum der Makedonen. Es diente in dieser Zeit als religiöses und kulturelles Zentrum des Königreiches. Wir waren fasziniert wie gut man noch die Strukturen der antiken Stadt, wie die Hauptstraße oder die sanitären Einrichtungen, die wir sonst nur aus dem Lateinbuch kannten, erhalten sind. Auf dem Weg nach Delphi machten wir einen Zwischenstopp an der Gedenkstätte für Leonidas, der in der aussichtslosen Schlacht der Thermopylen gegen die Perser gestorben war. Das Denkmal ehrt den heldenhaften Widerstand der spartanischen Krieger gegen die zahlenmäßig weit überlegenden Perser. Noch vor Sonnenaufgang machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg zum Apolloheiligtumin Delphi. Ein zentraler Mythos der Antike hat diesen Ort als den Mittelpunkt der Erde auserkoren, indem Zeus laut der Sage an beiden Enden der Welt zwei Adler aufsteigen ließ, die sich dann in Delphi trafen. Aufgrund dieser Erzählung wurde Delphi zum heiligsten Ort der Antike, dessen Orakel zu privaten, aber auch politischen Angelegenheiten befragt wurde. So hat beispielsweise Themistokles Pythia, eine Priesterin, die als Sprachrohr des Gottes Apollo galt, befragt, wie er in der Schlacht gegen die Perser weiter vorgehen soll. Im Anschluss besuchten wir das byzantinische Kloster Hosios Lukas, das malerisch am Helikon liegt und eine schöne Aussicht ins Tal bietet. Das Kloster, in dem noch heute Mönche leben ist berühmt für seine Mosaiken und Fresken, die sowohl in der Gottesmutterkirche, als auch in der größeren Klosterkirche zu finden sind. Die beiden Kirchen sind mit einem Gang verbunden, in dem der Sarkophag der seligen Lukas zu sehen ist.
Wir fuhren weiter nach Distomo, einem kleinen Ort in dem am 10.Juni.1944 deutsche Soldaten 218 Dorfbewohner auf grausamste Art und Weise ermordet haben. Bei der Gedenkstätte, die oberhalb des wieder aufgebauten Dorfs liegt verlasen wir die Namen jedes getöteten Menschen und gedachten mit einer Schweigeminute den Opfern dieser grausamen Tat.
Liv Bielefeldt
Wir verließen wir Distomo und erreichten am Abend die Hauptstadt Griechenlands: Athen. Nach einer kurzen Nacht besuchten wir hier das Akropolis-Museum. Wir analysierten verschiedenen Weihgeschenke, die hier gefunden wurden, wie z.B. den Perser. Dieser gibt jedoch Rätsel auf: Die enganliegende, bunt bemalte Hose einer Reiterstatue unterscheidet sich deutlich von dem Aussehen eines gewöhnlichen Atheners im Gewand und ähnelt mehr einem östlichen Barbaren. Davon ist hier jedoch nicht auszugehen, weil eine freistehende Reiterstatue auf der Akropolis sicher die Darstellung eines Atheners sein wird. Möglicherweise wird hier Miltiades dargestellt, der 490 v. Chr. bei Marathon entscheidend zum Sieg über die Perser beigetragen hatte. Nach einem Blick auf die Reliefs des Parthenon – hauptsächlich originalgetreue Kopien, da der Großteil vor gut 200 Jahren nach Großbritannien verschifft wurden – und weiterer interessanter Statuen im Museum, liefen wir am Nachmittag zur Akropolis hoch und betrachteten die architektonische tiefenperspektivische Meisterleistung.
Zum Tagesabschluss besichtigten wir noch die Agora mit dem Tempel des Hephaistos und der
Athene – einer der am besten erhaltenen Tempel seiner Zeit – sowie die Stoa des Attalos (riesige
Säulenhalle).
Die Busfahrt am folgenden Tag führte uns nach Epidauros. Ende des vierten/ Anfang des dritten
Jahrhunderts v. Chr. wurde dieser Ort zu einem panhellenischen Kurort mit vierjährigen Spielen
ausgebaut. Wir besichtigten griechischen Bäder, das römische Odeion und das imposante
Theater: In der ersten Bauphase um 300 v. Chr. bot es mit 34 Sitzreihen und 12 Sektoren Platz
für rund 6.200 Zuschauer. Bei der Erweiterung im 2.Jh.v.Chr. Wurde das Theater auf 55
Sitzreihen und nun 55 Sektoren ausgebaut, sodass nun 12.300 Zuschauer an den
Veranstaltungen Teil haben konnten. Das Theater wird heute auch noch bespielt, wegen der
Beleuchtung jedoch am Abend. Früher musste hingegen tagsüber gespielt werden und die
verschiedenen Uhrzeiten wurden durch Requisiten oder die Sprache dargestellt. Weiter ging es
für uns nach Mykene. Hier kam es vor über 3.000 Jahren zur Blüte der mykenischen Kultur.
Die Bergburg vom Mykene wurde damals weiter ausgebaut, es entstand das prächtige Löwentor
und das Schatzhaus des Atreus. Besonders beeindruckend an dieser Kultur ist die
architektonische Meisterleistung, wie die Mykener es geschafft haben, derart monumentale
Mauern und Gebäude zu errichten (das Löwentor mit Kraggewölbe und einem 18t schweren
Türsturz sowie das große Schatzhaus)
Am letzten Tag unserer Reise besuchten wir nach die Antike Sportstätte Olympia. Wir sahen
das Philippeion, das einem Halbgottheiligtum ähnelt, aber Kaiser Alexander zuzuordnen ist,
den Hera-Tempel, die Brunnenanlage der Regilla und des Herodes Atticus (zur Darstellung der
von ihnen gespendeten Wasserleitung), den großen Zeustempel mit beeindruckend breiten und
hohen dorischen Säulen und das Stadion. In letztem machten einige von uns auch ein kleines
Wettrennen
~ Mika Zyska
Wir bedanken uns im Namen der gesamten Stufe bei der Stiftung Humanismus heute, die uns
sehr gro.zügig finanziell bei dieser Reise unterstützt hat.
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Die erste Vorlesung in einem Universitätsgebäude
Für einige unserer Gruppe war es die allererste Vorlesung in einem Universitätsgebäude: Am 5. Februar 2024 besuchten ein Teil der evangelischen Oberstufenschülerinnen und -schüler die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.
„Wut – Hass – Leidenschaft. Starke Emotionen in Politik und Religion. Ihre destruktiven und lebensförderlichen Wirkungen“ – so hieß die Vorlesung, die dort speziell für Schüler*innen in Kooperation mit der Badischen Landeskirche angeboten wurde. Von nah und fern waren Religionsklassen dazu nach Heidelberg angereist. Professor Thorsten Moos (Theologische Fakultät) gestaltete eine sehr lebendige, interaktive Vorlesung, in der es viele Möglichkeiten gab, die eigene Meinung zu äußern und mitzudenken. Zwei der Schlussthesen lauteten: „In der Politik spielen Gefühle eine nicht zu unterschätzende Rolle“, „Glaube bedeutet, sich zu den eigenen Gefühlen zu verhalten.“
Natürlich war unser Ausflug auch noch mit etwas Freizeit in der Heidelberger Altstadt verbunden.
Anja Steinberg
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Weihnachten im Gymnasium Hohenbaden:
Machen wir uns gegenseitig eine Freude!
Für die meisten Menschen ist Weihnachten die schönste Zeit des Jahres. Die Adventszeit, die Vorfreude, das tägliche Öffnen der Türchen am Adventskalender, all das und noch viel mehr macht diese Zeit für jeden zu etwas ganz Besonderem. An unserer Schule haben weihnachtliche Aktivitäten eine lange Tradition. In diesem Jahr möchten wir einige der Highlights vorstellen, die das Hoba so besonders machen.
Schmücken der Klassenräume – das besondere Feeling
In der Adventszeit verwandeln sich die Klassenräume unserer Schule in stimmungsvolle Wunderwelten. Diese Tradition gibt es an unserer Schule schon etwas länger und ist uns allen ans Herz gewachsen. Sie sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre und ein besonders gemütliches Miteinander, für das besondere Weihnachtsgefühl eben!
Schon Anfang Dezember wird dieses Projekt immer ins Leben gerufen. Die Vorbereitungen beginnen. Alles brodelt. Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern bringen gemeinsam Dekorationen mit und gestalten liebevoll die Räume mit Lichtern, Girlanden, Sternen und eventuell sogar echten Tannenbäumen. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Müssen wir auch nicht, denn jeder Raum wird von der Jury individuell bewertet und der Gewinner erhält dann den Hauptpreis, der vom Eisgutschein für jede Schüler*in bis hin zu einem gemeinsamen Ausflug reichen kann.
Wir werden diese schöne Aktion auf jeden Fall weiterführen. Das Schmücken der Klassenräume hat nicht nur dekorative Zwecke, sondern es steckt viel mehr dahinter: Es fördert den gemeinsamen Zusammenhalt der Klassen und schafft eine sehr warme und einladende Lernatmosphäre. Denn wer will sich schon so einen wunderbaren Moment im Unterricht entgehen lassen, wenn draußen der Schnee in riesigen Flocken fällt, als hätte jemand Daunen über den ganzen weiten Himmel verstreut, und drinnen im Klassenzimmer eine ruhige, warme Atmosphäre herrscht und man hinter einer Tasse Tee und ein paar Keksen sitzt und mit der Lehrer*in plaudert. Das Weihnachtsgefühl ist fast zum Greifen nah. Man müsste nur die Hand ausstrecken und sie ergreifen, wie die Schneeflocken, die hinter dem Fenster unaufhörlich tanzen...
Spendenaktionen
Weihnachten ist die Zeit des Schenkens. Am Heiligen Abend strahlen die Gesichter der Kinder vor Freude. Wir wollen, dass es allen so geht! Deshalb denken wir an die, denen es nicht so gut geht. Unsere Schule organisiert in Zusammenarbeit mit der SMV eine Spendenaktion zugunsten der örtlichen Tafel und eines Kinderheims. Dazu sammeln Schüler und Lehrer haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel, Spielsachen und Kleidung. Die Sammelstellen befinden sich im Foyer der Schule und in den Klassenzimmern.
Nikolaus-Aktion
Alle Jahre wieder kommt der Nikolaus ins Hoba! Pünktlich am 06.12. erscheinen die Schoko-Nikoläuse - wie von Geisterhand - in allen Klassen. Die Freude ist groß und leicht zu bereiten: einfach vorher bei der SMV im Foyer einen Umschlag mit Namen und Klasse des Beschenkten kaufen und abgeben. In Zusammenarbeit mit anderen Schulen in Baden-Baden haben wir die einmalige Möglichkeit, die Nikoläuse auch an andere Schulen in Baden-Baden zu verschicken.
Weihnachtsgottesdienst
Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien lädt unser Gymnasium alle Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen herzlich zum traditionellen Weihnachtsgottesdienst ein.Der Gottesdienst findet in der Spitalkirche statt und wird von der Fachschaft Religion als ökumenischer Gottesdienst gestaltet. Das schöne Angebot richtet sich an alle, die gemeinsam die Vorfreude auf das Weihnachtsfest teilen möchten. Es gibt Lesungen, eine Predigt und Fürbitten.Die Luft ist erfüllt vom Zauber dieses besonderen Festes.Außerdem wird der gesamte Gottesdienst musikalisch von der Orgel begleitet, so dass sich die besinnlichen Weihnachtslieder mit den festlichen Klängen noch schöner singen lassen.
Der Weihnachtsgottesdienst ist Jahr für Jahr ein ganz besonderes Ereignis, das uns als Schulgemeinschaft näher zusammenrücken lässt, weil wir daran erinnert werden, was wirklich wichtig ist: Gemeinschaft, Nächstenliebe und der gemeinsame Glaube.
Wichteln
Klassenintern spielen wir alle Weihnachtswichtel: Egal ob Schrott-Wichteln oder normales Wichteln, die Weihnachtsstimmung liegt einfach in der Luft!Das Prinzip ist ganz einfach: Alle Schüler*innen der Klasse ziehen anonym ein Kärtchen mit dem Namen einer anderen Person, für die sie dann ein kleines Wichtelgeschenk mitbringen.
Das Wichteln findet am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien statt - wer bis dahin noch nicht durch unsere Hoba-Weihnachtspropaganda in Weihnachtsstimmung gekommen ist, dem können wir auch nicht helfen...
Wir freuen uns auf die gemeinsame Weihnachtszeit und wünschen allen eine besinnliche Adventszeit, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Daniil Wenzel, Hoba-News
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Hoba nimmt an der ersten Landesjugendkonferenz des Kultusministeriums teil
Über 200 politisch interessierte Jugendliche, unsere Kultusministerin und unser Sozialminister, der große Saal der L-Bank, ein Team von Regio-TV, Live-Abstimmungen und mittendrin ... Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Hohenbaden!
Einmal eine eigene Frage direkt an Frau Schopper richten, unsere Schülerin Lavinia Paul (K2) hat es geschafft und Frau Schopper im Rahmen einer Podiumsdiskussion direkt zu ihren Plänen für den Umgang mit KI im Unterricht befragt.
Doch nicht nur die Diskussion mit Kultusministerin Schopper und Sozialminister Lucha stand auf dem Programm der ersten Landesjugendkonferenz des Kultusministeriums Baden-Württemberg am 12.11.24. Neben dem Austausch mit dem Landesschülerrat und dem Dachverband der Jugendgemeinderäte ging es vor allem um die Weiterbearbeitung der eingereichten Themenvorschläge aus den zehn regionalen Jugendkonferenzen des ersten Halbjahres.
Bereits am 4. Juli fand im Gymnasium Hohenbaden die 9. regionale Jugendkonferenz statt. Gemeinsam mit den Gästen vom Markgraf Ludwig Gymnasium diskutierten hier 65 Schüler*innen der Oberstufe an 10 Thementischen über vorgegebene Themen wie u.a. den Umgang mit KI, den Ausbau der beruflichen Bildung oder die Frage, was es aus Schülersicht alles braucht, um aus dem Lernort Schule auch einen Wohlfühlort zu machen.
Eine Delegation von 11 Schüler*innen der Kursstufe, begleitet von ihrem Gemeinschaftskundelehrer Herrn Kaiser, stellte die Themen der Regionalkonferenz diese Woche auf der Landesjugendkonferenz vor und arbeitete danach in Workshops an gemeinsamen Formulierungen, die nach einer finalen Schlussabstimmung direkt an das Kultusministerium weitergegeben wurden. Im abschließenden Rückblick auf die erste Landesjugendkonferenz wurde schnell klar, dass hier klare Vorschläge der Jugendlichen zur Gestaltung des Lernortes Schule erarbeitet wurden und die Beteiligungsmöglichkeiten der Jugendlichen in Baden-Württemberg deutlich gestiegen sind.
Umso mehr freuen sich die Schüler*innen des Gymnasiums Hohenbaden auf die Ausrichtung der nächsten regionalen Jugendkonferenz am 21. Februar 25 und die Teilnahme an der zweiten Landesjugendkonferenz am 15. Juli 25 in Stuttgart.
Jan-Olaf Kaiser
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KI und Journalismus
Jugendmedientag im Gymnasium Hohenbaden
Am Jugendmedientag am 13.11.2024 hatten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Hohenbaden die besondere Gelegenheit, mehr über die Welt des Journalismus zu erfahren und wie KI diese Welt nachhaltig verändert. Ein Journalist des SWR nahm sich Zeit, um uns Schülern seine journalistische Tätigkeit, die Bedeutung der Medien und die aktuellen Veränderungen durch die Erfindung der KI näher zu bringen. Die Schülerinnen und Schüler sollten den richtigen Umgang mit Medien, KI und Quellen lernen.
Zuerst durften wir brainstormen, was die Arbeit eines Journalisten ausmacht: Journalisten spielen eine zentrale Rolle in der Gesellschaft, oft werden sie sogar als „vierte Gewalt“ bezeichnet, da sie die öffentliche Diskussion am Laufen halten. Ihre Aufgaben sind vielfältig und reichen vom Befragen von Zeugen bis zum Lesen und Schreiben von Artikeln.
Dabei folgt die redaktionelle Arbeit eines Journalisten immer einem festen Ablauf: W-Fragen wie wann, wo, etc. beantworten, Fakten recherchieren und schließlich Texte verfassen. Wichtig ist jedoch, wie uns erklärt wurde, dass die journalistische Arbeit immer einem festen GUNN-Prinzip folgt. Dieses Prinzip hilft dem Journalisten zu unterscheiden, welche Themen relevanter sind als andere - es geht um den Gesprächswert, den Unterhaltungswert, den Neuigkeitswert und die Nähe zum Geschehen.
Die journalistischen Grundregeln, an die sich Journalisten immer halten müssen, sind das Zwei-Quellen-Prinzip, um Subjektivität durch mehrere Perspektiven zu vermeiden, das Vier-Augen-Prinzip für mehr Genauigkeit, die Faktentreue für eine faktenbasierte Berichterstattung, nachvollziehbare und transparente Quellen, um Fehlinformationen zu vermeiden, genaues Zitieren, um unerwünschte Unterstellungen zu vermeiden und der Quellenschutz, um Augenzeugen zu schützen.
Künstliche Intelligenz (KI) hat auch im modernen Journalismus Einzug gehalten. Sie hilft, eingehende Nachrichten zu sortieren und zu filtern. Allerdings kann KI nicht wie ein Mensch denken. Sie vervollständigt Sätze nach Wahrscheinlichkeit und kann manchmal „halluzinieren“, also falsche Informationen generieren. Das konnten wir in einem Selbstversuch mit ChatGPT testen. Außerdem bleibt die KI auf dem Stand von 2023, was ihre Fähigkeiten einschränkt und sie nicht in die Lage versetzt, kritisch wie ein Journalist zu agieren. Die Aufgabe der KI ist es immer, dem Leser zu gefallen, was unter anderem dazu führen kann, dass sie Falschmeldungen generiert.
Insgesamt war der Jugendmedientag eine wertvolle Bereicherung für die Schülerinnen und Schüler, um ihnen die journalistische Tätigkeit und den Umgang mit KI näher zu bringen und ihnen die Bedeutung eines kritischen und gut recherchierten Journalismus zu vermitteln. KI ist ein Werkzeug, das der kritischen Prüfung und Relevanzbewertung durch den Menschen bedarf. Journalismus ist und bleibt unverzichtbar, um die Öffentlichkeit über wichtige Themen zu informieren. Er erfüllt viele Bedürfnisse der Nutzer, indem er Informationen bereitstellt und die Meinungsbildung in der Gesellschaft fördert. Entscheidend ist dabei die richtige Auswahl der Quellen, die bestenfalls nicht aus der KI stammen sollten.
Daniil Wenzel
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