Jugend trainiert für Olympia - 2024
Volles Tempo voraus
Am 18. Juni erlebten wir am Hoba einen aufregenden Tag voller sportlicher Begeisterungen beim regionalen “Jugend trainiert für Olympia”-Event im Aumattstadion Baden-Baden. Unsere talentierten Athleten gaben in den Disziplinen 800 Meter, Weitsprung, Hochsprung und Kugelstoßen ihr Bestes und wurden dabei von unseren Abiturienten unterstützt. Besonders hervorzuheben sind die beeindruckenden Leistungen von der Mannschaft der Jungen, die Dritter wurden.
Der Wettkampf war nicht nur eine Gelegenheit, sportliches Können unter Beweis zu stellen, sondern auch für Teamgeist und Fairplay. Die Atmosphäre im Aumattstadion war motivierend und wir sind stolz darauf, dass unsere Schule mit solcher Hingabe und Leidenschaft vertreten war.
Wir danken allen Teilnehmern, Abiturienten, Unterstützern und unseren hervorragenden Schulsanitäter für diesen unvergesslichen Tag und freuen uns bereits auf weitere sportliche Herausforderungen in der Zukunft!
Kimberley Fahl, Johanna Bösch, Dina Abel
- Zugriffe: 2060
Kunst-Profil am Gymnasium Hohenbaden im Schuljahr 2027/2028
Kunst-Profil am Gymnasium Hohenbaden im Schuljahr 2027/2028
Mit großer Freude dürfen wir verkünden, dass wir am Gymnasium Hohenbaden eine neue Sprachenfolge in der Unterstufe und ein neues Profil für das Fach Bildende Kunst einführen werden. Diese Neuerung wurde vom Regierungspräsidium Karlsruhe jetzt genehmigt, nachdem die Stadt Baden-Baden entsprechende Anträge gestellt hatte.
Diese Entscheidung ist das Ergebnis einer sorgfältigen Planung und Diskussion innerhalb unserer Schulgemeinschaft. Bereits im vergangenen November wurden die Änderungen vom Schulausschuss und Gemeinderat der Stadt Baden-Baden beraten und unterstützt.
Ab dem Schuljahr 2024/25 werden unsere fünften Klassen nun in veränderter Sprachenfolge starten. Der Unterricht beginnt mit Englisch in der fünften Klasse, gefolgt von Latein oder Französisch ab Klasse 6, je nach Wahl der Schülerinnen und Schüler.
Wenn die Schülerinnen und Schüler die achte Klasse erreichen, also zum ersten Mal im Schuljahr 2027/28, werden sie dann die Wahl zwischen drei Profilfächern haben. Neben den bereits bestehenden Profilfächern, nämlich dem sprachlichen Profil mit Altgriechisch und dem naturwissenschaftlichen Profil mit Naturwissenschaft und Technik (NwT), wird dann auch das Kunstprofil mit dem Fach Bildende Kunst wählbar sein.
Wir sind überzeugt, dass diese Neuerungen das breite Bildungsangebot am Gymnasium Hohenbaden sinnvoll ergänzen und dazu beitragen werden, das individuelle Potenzial unserer Schülerinnen und Schüler weiter zu fördern.
- Zugriffe: 2716
Exkursion der Leistungskurse HOBA und MLG
Malerei und Architektur in Karlsruhe
Welche Relevanz haben barocke Stillleben für unsere heutige Zeit? In welchem Kontext sind sie entstanden und wie lassen sich daraus Erkenntnisse für die Rezipienten ableiten? Diese und viel mehr Fragen stellten sich die beiden Abitur-Leistungskurse in Kooperation der Lehrkräfte beider Schulen vor den Originalwerken in der Kunsthalle Karlsruhe, die derzeit als Außenstelle Teile des ZKM in Karlsruhe bezieht. Der historische Hintergrund wurde hergestellt und die dadurch geprägten Werte der Zeit in der symbolischen Ausgestaltung des Kunstwerks als artifiziell Geschaffenes erkannt. Neugierig wurde auch die virtuelle Malweise betrachtet, mithilfe derer faszinierende ikonische Umsetzungen der Realität erzielt wurden. Vom mittelalterlichen Ursprung des Stillleben-Interieurs bis zum spätbarocken Prunkstillleben wurde ein Bogen über die Zeit gespannt, um einen umfassenden Überblick zu erlangen und letztlich die von Jean-Simeon Chardin geschaffenen „Nature morte“-Darstellungen, welche stilgeschichtlich später generiert wurden, auf Cézannes Entmaterialisierung der Oberflächen zu beziehen.
Nächste Station war das ZKM, Fakultäten Kunstgeschichte und Architektur, die anhand zweier extra auf die Schüler*innen zugeschnittener Vorlesungen über Inhalte und Modalitäten beider Studiengänge aufgeklärten. Eindrucksvoll bot Prof. Dr. Jehle einen Einblick in die theoretischen Arbeitsfelder der wissenschaftlichen Untersuchung von Kunstwerken und band die Lernenden aktiv mit ein. Hier konnten die Kurse zeigen, wie sie selbst geübt haben, wertfrei an Unbekanntes heranzutreten, aber auch Kontextwissen einzubeziehen. Prof. Dr. Jehle zeigte auf, welche Relevanz das Studium und der Beruf des Kunsthistorikers in und für unsere heutige Gesellschaft hat, sodass der ein oder andere sicherlich eine Erkenntnis für die spätere Berufsentscheidung mitgenommen hat. Anschließend zeigte die Architektin Lisa Schneider exemplarisch ihren Werdegang von der Studentin, über die lehrende Tätigkeit an der Universität bis zur Selbstständigkeit auf. Der oft anstrengende, aber auch erfüllende Arbeitsalltag einer Architektin wurde deutlich gemacht, wodurch die Schüler*innen ihre Vorstellungen mit der Realität abgleichen konnten. Frau Schneider hob eigene Projekte hervor und veranschaulichte praxisnah, was es bedeutet, an Wettbewerben teilzunehmen und eigene Baustellen zu leiten. Mit völlig neuem Input gingen die Kunstkurse aus diesen beiden informativen und sehr sympathischen Vorträgen heraus und wurden von Studierenden der Kunstgeschichte und Architektur in Empfang genommen. Anschließend wurde die Gruppe durch die zugehörigen Werkstätten und zum „Studio“, in welchem die Architekturstudenten ihre Aufgaben erledigen, geführt. Somit konnte ein Einblick in den Alltag und vor allem das Umfeld der Student*innen gegeben werden. Hierbei war es auch jederzeit möglich, Fragen zu stellen. Wie lange dauert es, ein Modell zu bauen? Woher nehme ich Theoriematerial? Wie sieht eine Aufgabe aus? Wo arbeite ich? Nach deren Beantwortung und dem Rundgang verabschiedeten sich Hoba und MLG und fuhren mit der Straßenbahn gen Süden.
An der Dammerstock-Siedlung im Stadtteil Rüppur angekommen, wurde die Gruppe von einer ehemaligen Architektin begrüßt, die früher selbst in einem Architektenbüro in der Siedlung gearbeitet hatte. Sie führte alle zum Eingangspavillon der damaligen Ausstellung des „Neuen Bauens“ und erkläre anhand von Originalfotografien und Modellen, welches Konzept der Planung zugrunde lag. Eine historische Einordnung und Erläuterung baulicher Reaktionen auf wirtschaftliche und politische Veränderungen kontextualisierte das Gesehene. Alle wurden durch die Siedlung geführt und bezogen auf bauliche Charakteristika konnte das Revolutionäre dieser Form des effizienten Bauens nach dem Prinzip von „form follows function“ verdeutlicht werden. In diesem Sinne wurden allen Lernenden die Augen geöffnet, da die z.T. noch im Originalzustand befindlichen Bauwerke immer noch zeitgenössisch wirken.
Schließlich verabschiedeten wir uns auch hier und brachen gen Hauptbahnhof auf, um auf dem Heimweg einen sicherlich anstrengenden, aber lehrreichen, unterhaltsamen und vor allem nachhaltigen Bildungstag Revue passieren zu lassen.
Die direkte Bitte um einen weiteren gemeinsamen Exkursionstag mit den Kursen beider Schulen zeigte auch im Nachgespräch die Vorteile der interinstitutionellen Kooperation und das Bedürfnis nach Erlebnis von Kunst und Architektur.
Christoph Heimbach, Januar 2024

- Zugriffe: 2444
Yoga zum Stress-Abbau
- Zugriffe: 2092
Schülerinnen und Schüler stellen Fragen an die in Baden-Baden geborene Holocaustüberlebende Fanny Ben-Ami
Fanny Ben-Ami, geboren 1930 in Baden-Baden, kam anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus extra aus Israel angereist, um Schülerinnen und Schüler verschiedener Baden-Badener Schulen ihre beeindruckende Lebensgeschichte zu erzählen. Auch die beiden zehnten Klassen sowie Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse des Gymnasiums Hohenbaden waren im Kurhaus.
Bereits 1933 flüchtete die Familie nach Frankreich, wo sie nach der deutschen Besatzung mit ihren beiden jüngeren Schwestern Erika und Georgette in einem Kinderheim untergebracht wurde. In Frankreich arbeitete Fanny für die Résistance und konnte über 150 Partisanen das Leben retten, indem sie vor dem Verrat durch den örtlichen Bäcker warnte. Als es in Frankreich nicht mehr sicher war, flohen mehrere Kinder mit Hilfe der OSE (Œuvre de secours aux enfants) unter Fannys Führung in die Schweiz. Ein Schuss streifte im Niemandsland ihr Ohr, als sie noch einmal um- kehrte, um auch die hinter der Grenze zurückgebliebene dreijährige Rachel in Sicherheit zu bringen. Nach dem Krieg wanderte Fanny nach Israel aus. Ihre Erfahrungen hat die Autorin und Künstlerin in Bildern niedergemalt.
Diese Bilder strukturierten und veranschaulichten auch das im vollen Kursaal geführte Zeitzeugengespräch. Am Ende durften unter anderem drei Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Hohenbaden auf die Bühne kommen und Fragen an Fanny Ben-Ami stellen. Der Zehntklässler Cedrik Dohm erkundigte sich, wie Fanny Ben-Ami vom Tod ihrer Eltern erfahren habe – 1947 durch das Rote Kreuz. Wie sie später mit ihrem Schicksal umgegangen sei, fragte der Abiturient Fabian Engl und Liv Bielefeldt aus der 10b wollte wissen, was wir heute tun können, um das Geschehene nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Fanny Ben-Ami gab daraufhin den Baden-Badener Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg, einander zu helfen, sich gegenseitig zu respektieren und immer zusammenzuhalten.
Text: Silja Minet-Lasch
Fotos: Jan-Olaf Kaiser
- Zugriffe: 3059